Das Degidi-Protokoll - Teamseminar: Prothetik, Zahntechnik & Chirurgie

Dr. Marco Degidi, Bologna | ZTM Gianluca Sighinolfi, Bologna

GAK 250 | 16.04.2021 | 14:00 Uhr

Editorial

Aktueller Stand und zukünftige Entwicklungen im Bereich der Platzierung und Restauration von Implantaten.

Teamseminar: Prothetik, Zahntechnik & Chirurgie

Liebe GAK Mitglieder,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Dr. Marco Degidi begann seine Karriere mit umfangreichen Kammrekonstruktionen und baute damit eine einzigartige Klinik in Bologna auf. Im Laufe seines ereignisreichen Berufslebens stand er nie still: Er hinterfragte etablierte Techniken, wertete seine eigenen Ergebnisse kritisch aus und ging neue Wege. Zusammen mit dem Zahntechnikermeister Gianluca Sighinolfi entwickelte er etliche Techniken und Instrumente. Auf der Suche nach langlebigen Versorgungsmethoden nahm das Team immer mehr Abstand von Augmentationen und optimierte Konzepte basierend auf der Sofortversorgung und Stabilisierung der periimplantären Gewebe. Gianluca ist ein begnadeter Techniker und Marco einer der innovativsten Köpfe in den Bereichen Implantatchirurgie und -prothetik. Dies zeigt sich auch in zahlreichen internationalen Veröffentlichungen, von denen viele Universitätsabteilungen nur träumen können. Nebenher unterrichtet Marco an der Universität von Bologna.

Einige der vorgestellten Ideen sind so einfach wie genial. Ich empfehle Ihnen die Teilnahme mit Ihrem Team, da in diesem Seminar Prothetik, Zahntechnik & Chirurgie zusammenfinden.

Freuen Sie Sich mit mir auf eine Besondere Veranstaltung,

Ihr Frank Maier

Abstract

Dr. Marco Degidi: „Wenn wir am nächsten Montagmorgen unsere Patienten behandeln, brauchen wir Lösungen die nicht techniksensitiv, vorhersehbar, minimalinvasiv und zu angemessenen Kosten ohne Kompromisse bei der Qualität anwendbar sind. Es kann unmöglich erscheinen, diese kombinierten Vorteile zu erzielen - in Wirklichkeit ist das leicht erreichbar. Ich werde die Vor- und Nachteile verschiedener Behandlungsansätze erläutern und dabei Synergien und mögliche Nachteile hervorheben. Besonderes Augenmerk werde ich auf meine eigens entwickelten Konzepte WeldOne und Conometric legen. Wir alle wissen sehr gut, wie wichtig es ist, dass Implantate während der Heilungsphase starr geschient werden, und dies kann mit einer einfachen Acrylrestauration nicht erreicht werden.

Dank der intraoralen Schweißtechnik ist es eine einfache Aufgabe, direkt im Mund des Patienten ein starres und zuverlässiges Titangerüst herzustellen, das eine vorhersehbare Stabilisierung für eine sofortige Versorgung bietet. Das konometrische Konzept ermöglicht die Herstellung festsitzender implantatgetragener Restaurationen, für die keine Schrauben oder Zement erforderlich sind. Die Technik ist universell anwendbar, kann sowohl für die Sofort- wie Spätbelastung eingesetzt werden und ist für etliche Arten von Restaurationsmaterialien geeignet. Der Zahnersatz kann bei Bedarf vom Zahnarzt entfernt werden. Basierend auf umfangreichen klinischen Erfahrungen werde ich diese Themen erörtern und die wissenschaftlichen Grundlagen präsentieren.“

Lernziele des Seminars:

  • Richtlinien für die korrekte Fertigung von intraoral geschweißtem Zahnersatz
  • Indikationen für konometrisch fixiertem Zahnersatz
  • Parallelisieren von Abutments für konometrische Suprastrukturen
  • Konstruktion von konometrischem Zahnersatz aus verschiedenen Materialien
  • Temporäre und dauerhafte Versorgungen: Welche Einschlusskriterien gelten?

Unsere Veranstaltung wird unter Berücksichtigung der gebotenen Hygienemaßnahmen durchgeführt.

Sprache: Englisch mit Simultanübersetzung