Grenzbereiche in der konservierenden Zahnheilkunde

Prof. Dr. Patrick R. Schmidlin, Zürich

GAK 249 | 10.03.2021 | 13:00 Uhr

Editorial

Liebe GAK Mitglieder,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich bin auf Prof. Dr. Schmidlin durch seinen Vortrag  „Der 8er aus der Sicht der Parodontologie und Zahnerhaltung“  aufmerksam geworden und war neugierig, was seine weiteren Schwerpunkte und Forschungsbereiche sind.

Professor Schmidlin war an über 200 Publikationen beteiligt, die ein sehr breites Spektrum der Zahnheilkunde abdecken. Unter anderem hat er bereits 2004 den Einsatz von Kompositen zur Restauration abradierter Gebisse mit Verlust der vertikalen Dimension beschrieben. Daneben ist er ein Experte im Bereich der Parodontologie und Kariologie, hat aber ebenso Studien auf dem Gebiet der Sinusbodenelevation und anderer Augmentationstechniken veröffentlicht. Ein Thema, dass sich dabei immer wiederfindet, ist die Prävention des Gewebs- und Knochenverlustes mittels neuer augmentativer Techniken.

Dabei verliert er nicht den Praxisbezug, geht auf Durchführbarkeit, finanzielle Aspekte für Behandler und Patient sowie auf Prognosen ein.

Ich freue mich, welche Möglichkeiten und Erfahrungen er uns gerade in Grenzbereichen der konservierenden Zahnheilkunde und vielleicht auch darüber hinaus aufzeigen wird, denn damit sind wir alle tagtäglich in unseren Praxen konfrontiert!

Ihr Michael Fischer

 

Abstract

Prof. Dr. Patrick Schmidlin, Zürich

«Konservieren – oder Extrahieren» ... Das ist in extremis der plakative Dualismus, dem wir uns in der Veranstaltung unter anderem widmen werden. Es geht aber vor allem darum, mehr oder weniger einfache und alltägliche zahnerhaltende Massnahmen in Praxis kritisch zu beleuchten und an Hand einiger Fallbeispiele Behandlungsmodalitäten in Bezug auf (Nicht- oder Minimal-) Invasivität zu diskutieren.

Dabei wird der Fokus auf folgende Themenschwerpunkte der Zahnerhaltung gelegt:

1) Restaurative Zahnmedizin und der Einsatz von Komposit

2) Parodontale Behandlungsmöglichkeiten stark angeschlagener Wurzeln

Dabei werden wir uns folgende Grundfragen stellen:

a) Was ist (nicht) möglich?

b) Welche Risiken bestehen?

c) Wie kann man Komplikationen vermeiden oder managen?

d) Welche (invasiveren) Behandlungsalternativen machen Sinn und wann?

«Manchmal kann weniger mehr sein!» ... dies gilt nicht nur für einfache Konzepte basierend auf der Adhäsivtechnik, sondern auch in Bezug auf das Vertrauen in ein reduziertes – aber gesundes – Restattachment!

Unsere Veranstaltung wird unter Berücksichtigung der gebotenen Hygienemaßnahmen durchgeführt.