Das Streben nach funktioneller und ästhetischer Perfektion - ein Praxiskonzept.

Dr. S. Marcus Beschnidt, Baden-Baden

GAK 230 | 14.03.2018 | 13:00 Uhr

Editorial

Unsere Patienten gehen zunehmend kritischer mit zahnmedizinischen Leistungen um. Die Ansprüche an Ästhetik steigen, tadellose Funktion wird vorausgesetzt. Insbesondere wenn ein ausgewiesener Spezialist in edlem Ambiente in Baden-Baden die Reichen und Schönen behandelt, ist er als Perfektionist und als Mensch gefordert. Als ich Herrn Beschnidt letzten Sommer in seiner Praxis besuchte, wurde schnell klar: hier wird bester Service verbindlich mit bester Zahnheilkunde kombiniert.

Eine präzise Planung ist erforderlich, da seine Patienten häufig nur wenige Termine wahrnehmen können. Von der Gesamtbetrachtung des Patienten ausgehend wird uns Herr Beschnidt seine Behandlungsstrategie erläutern und anhand interessanter Fälle die praktische Umsetzung zeigen. Es mag einfacher aussehen als es ist - aber wir werden so manche Idee für unsere eigene tägliche Arbeit mitnehmen.

Ich freue mich auf eine interessante und unterhaltsame Veranstaltung mit Ihnen,

Frank Maier

Wenn´s doch nur so einfach wär.
Das Streben nach funktioneller und ästhetischer Perfektion – ein Praxiskonzept

Menschen, die mit dem Aussehen ihres Gesichtes nicht zufrieden sind, geben häufiger eine Problematik mit dem Erscheinungsbild ihrer Zähne als mit irgendeinem anderen Merkmal an. Nicht selten handelt es sich hierbei um Themen, die unter anderem auch in der Funktion ihre Ursache finden und oftmals reicht es nicht aus, allein die ästhetischen Belange zu berücksichtigen oder zu kompensieren. Der Begriff ästhetische Zahnheilkunde wird in diesem Zusammenhang häufig stark strapaziert. Viele Richtlinien und „Eckpfeiler“ wurden in Indizes und Graduierungen verpackt um es den Behandlern „bequemer“ zu machen ein perfektes Ziel zu erreichen. Aber was ist schon perfekt?

Ästhetik, so wie der Begriff in der Zahnheilkunde benutzt wird bedeutet eigentlich „der Natur nachempfunden“. Dies sollte allerdings die Funktionen des Gebisses mit berücksichtigen. Egal ob nun Kaufunktion, Phonetik oder gesunde Gelenkfunktionen.

Komplexe Behandlungsfälle lassen sich selten allein mithilfe restaurativer Maßnahmen lösen. Häufig ist eine Kombination aus funktionellen oder kieferorthopädischen Maßnahmen, chirurgischer Vorbehandlung sowie konservierenden und prothetischen Rekonstruktionen erforderlich. Gleichzeitig haben Patienten immer weniger Zeit, respektive Geduld eine langwierige Behandlung mitzumachen. Neue Technologien scheinen hier Abhilfe schaffen zu wollen.

Anhand eines implantologisch-prothetischen Praxiskonzeptes werden unter Berücksichtigung der Patientenzufriedenheit, komplexe Behandlungsfälle nachvollziehbar und evidenzbasiert diskutiert. Therapieschritte zur Erzielung harmonischer Gewebeverläufe und Gebissrekonstruktionen werden step by step dargestellt, deren zeitliche oft essentielle Abstimmung interdisziplinär beleuchtet und das Resultat in vielen Fällen über Jahre postprothetisch dokumentiert.

Besonderes Augenmerk liegt bei diesem Workshop auf aktuell brennenden Fragen:

  • Inwieweit helfen Checklisten wirklich?
  • Welche Sofortmaßnahmen sind wissenschaftlich bewiesen?
  • Wieviel Technologie muss sein bzw. wieviel Digitalisierung darf sein?
  • Wer ist der implantologische Architekt?
  • Wann ist ein Implantat nicht mehr zu retten, und wie ist das Leben danach?

Wir werden versuchen hier für den Praktiker umsetzbare Therapieansätze zu finden, denn das größte Lob für uns ist nicht die perfekte Ästhetik, sondern die Tatsache, dass WIR nie da gewesen zu sein scheinen. – Wenn´doch nur so einfach wär!