Der hoffnungslose Zahn - Zahnerhaltung nach dem Würzburger Konzept

Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf, Würzburg

GAK 218 | 09.03.2016 | 13:00 Uhr

Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

immer wieder werden wir bei unserer täglichen Arbeit mit der Frage konfrontiert, ob und wie lange Zähne erhalten werden können. Können Sie "gefahrenlos" als Pfeiler dienen, sind sie "brauchbar" und wie sind sie prognostisch einschätzbar? Was genau schätzen wir als "den verlorenen Zahn" ein und wie können wir den Zahnerhalt mit Prophylaxe optimieren?

Wie gelingt uns dies in der Praxis und wie kann individuell ein Konzept in Bezug auf den jeweiligen Patientenfall erarbeitet werden?

Hierzu dürfen wir uns bei unserer dritten und für Behandler und Prophylaxe-Mitarbeiterinnen kombinierten Fortbildungsveranstaltung auf Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf und PD Dr. Gregor Petersilka aus Würzburg freuen.

Die Vorträge über den "verlorenen Zahn" sowie die Prophylaxe und Nachsorge in der Parodontitistherapie werden uns und unserem Prophylaxe-Team ein abgestimmtes Konzept für die Anwendung im täglichen Praxisalltag vermitteln.

Eine sehr abwechslungsreiche und interessante Veranstaltung wartet auf uns. Lassen Sie sich diese nicht entgehen!

Herzlich,
Ihre Silke Riedlinger

Der hoffnungslose Zahn - Zahnerhaltung nach dem Würzburger Konzept

Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf, Würzburg

Etablierte parodontale Therapiekonzepte unterteilen üblicherweise eine systematische Pardontaltherapie in 4 Phasen:  

  1. Hygienephase,
  2. antiifektiöse Phase
  3. chirurgisch-korrektive Phase
  4. Erhaltungsphase.

Das Würzburger PAR-Konzept basiert prinzipiell ebenfalls auf diesem  allgemein akzeptierten Vorgehen.  Bedingt durch die Evidenz aus aktuellen klinisch-experimentellen Studien unterscheidet es  sich jedoch bezüglich der Wertigkeit der Mundhygienephase, des Zeitpunkts und der  Invasivität der korrektiven Phase sowie der Kriterien zur Prognose¬ein¬schätzung parodontal geschädigter Zähne signifikant vom traditionellen Vorgehen. 

Die wissenschaftlichen Grundlagen des Würzburger PAR-Konzepts sowie seine Umsetzung werden an konkreten Fallbeispielen dargestellt.

Der Patient wurden nach dem Würzburger Konzept von meiner früheren Mitarbeiterin Frau Dr. Vera Lemkamp, während Ihrer Ausbildungszeit zur DGPARO Speziallstin an der Abteilung für Parodontologie des Universitätsklinikums Würzburg behandelt.

Bild 1: Schwere chronische Parodontitis mit Gingivawucherungen bei manifestem Diabetes mellitus Typ 2 (Bildquelle: Dr. V. Lemkamp)

Bild 2: Zustand 1 Jahr nach systematischer antiinfektiöser Therapie ohne jegliche parodontalchirurgischen Eingriffe (Bildquelle: Dr. V. Lemkamp)

Parallelveranstaltung für Mitarbeiterinnen